• Studentenleben Osnabrück
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Heute eröffnet der Historische Weihnachtsmarkt in Osnabrück. Täglich von 12 bis 21 Uhr kann man sich dem hände-wärmenden Glühwein hingeben und durch dichte dick-angezogene Menschenmassen wühlen, auf der Suche nach der Quelle des feinen Dufts fettiger Delikatessen, die aus den zahlreichen Holzstuben heraus an holländische Touris wie Studis gebracht werden.

 

Gehörst du zu denen, die sich im September über die Spekulatius im Supermarkt-Regel aufgeregt haben? Dann hast du dich sicher auch schon über die große Tanne auf dem Nicolayort aufgeregt oder über die Geschenk-"Angebote" zahlreicher Geschäfte echauffiert. Spätestens ab heute ist aber Schluss mit dem Naserümpfen (esseidenn du bist erkältet). Denn nicht nur die bodenlose Temperatur oder Wham's Hitsingle sind ein hinreichendes Kriterium für den offiziellen Beginn der Weihnachtszeit. Spätestens heute muss jeder zugeben: Okay, es ist Weihnachtszeit, yay!

Der Historische Weihnachtsmarkt zählt laut eigener Broschüre zu den "schönsten im Norden". Das hundert Jahre alte Karussell und die größte Spieluhr der Welt am historischen Markt bzw. Domplatz haben natürlich was. Auch, dem schnöden Mammon zu fröhnen, das heißt, sein letztes Geld in die umliegenden Geschäfte zu schleudern, um seinen Lieben DVDs zu kaufen, die man sich dann selbst mit ihnen anschauen kann und darauf zu hoffen, dass man das soeben ausgegebene Geld durch die Geschenke schon wieder hinein bekommt, um Silvester finanzieren zu können, ist eine wundervolle Sache.

Doch halten wir einmal inne und besinnen wir uns darauf, worum es in der Weihnachtszeit eigentlich geht: Glühwein, Weihnachtsparties mit ganz viel Rot und lustigen Mützen, als Familienfest getarnte Gelage, bisweilen unerträgliche Betriebs- und Institutsfeiern (weil man das eben so macht) etc. etc.

Der Osnabrücker Weihnachtsmarkt bietet hier eine solide Grundlade. Bis 21 Uhr kann man sein Geld in Glühwein anlegen (ich bin schon gespannt, wie die Tassen in diesem Jahr aussehen), um sich im Anschluss in der hübschen Altstadt zu verteilen und die ganzen Lichter zu bewundern. Auch ein Gang auf den Kirchtum der gotischen Marienkirche am Markt ist einen Aufstieg wert. Zahlreiche Straßenmusiker untermalen das chaotische Geschehen in der ganzen Stadt mit allzu fröhlichen Liedern. Immerhin spielen sie nicht Wham!

 

Foto: Facebook "Weihnachtsmarkt Osnabrück"