• Studentenleben Osnabrück
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Na gut, wir wollen mal nicht übertreiben, aber das neue Hörsaalgebäude der Universität und der Hochschule Osnabrück neben der Mensa am Westerberg ist schon ziemlich ausgefallen, von Innen wie von Außen. Bisher wirkt das Gebäude da noch ein wenig exotisch in die Landschaft platziert, eben wie ein quadratisches Flugobjekt, das aufgrund einer Bruchlandung hinten im Boden stecken geblieben ist, aber vorne noch schwebt. Der Effekt entsteht vor allem durch die schräge grüne Frontseite, die sich in 7 Meter Höhe über dem Boden abhebt, den gläsernen Eingangsbereich und die silber-grüne Front. Wie passend, dass demnächst auch noch Gras auf dem Dach wachsen wird!

Auch der lichtdurchflutete Eingangsbereich mit Glasdach könnte direkt aus einem Science- Fiction Film kommen oder zumindest aus einem holländischen Designbüro für Loftwohnungen. Die 1000 Quadratmeter große Selbstlern- oder auch Chillzone ist futuristisch durchdesignt in grell-grün und weiß mit dunkelbraunem Boden und großen Fenstern. Alle Formen und Farben sind glasklar, der Raum riesig. Breite Stufen führen an zwei Seiten auf die oberen Stockwerke hinauf. Dazwischen befinden sich Flächen mit Sitzwürfeln und Tischen. Das ist so alles ganz nett und irgendwie beeindruckend, aber so richtig gemütlich finde ich es nicht.

An diese noch etwas kahl wirkende Landschaft, schließen sich im hinteren Teil auf drei Etagen Hörsäle und Seminarräume an. Das Designkonzept wurde auch hier konsequent durchgezogen: Ich sehe nur Grün! Die Treppenhäuser sind grellgrün und die Fußböden in den Hörsälen blenden einem ebenso grellgrün entgegen. Wobei das den Studenten, die aus der Vorlesung marschiert kamen, nicht mal aufgefallen war, als ich sie gefragt habe. Scheinbar war die Vorlesung zu spannend^^. 

Außerdem gibt es einen kleinen Innenhof, der allerdings nur dazu dient, Licht in das Gebäude zu lassen. Besonders witzig (ernst gemeint?) finde ich auch den Feuerwehrfluchtweg, eine Tür, die schräg durch eine Ecke von einem in den anderen Flur führt und den Rettungsweg damit um ganze 4 Meter abkürzt! Sehr avantgardistisch!

Ob Entwurf und Ausführung durch die Arbeitsgemeinschaft Architekturbüro Benthem Crouwel GmbH (Aachen) und die TGA ifes GmbH (Frechen) gelungen sind? Macht euch selbst ein Bild und schreibt uns eure Meinung bei Facebook!  

 

Die Fakten:

  • 8 große und 24 kleine Hörsäle für insgesamt 1.820 Personen

  • Länge : 92 m

  • Breite: 36 m

  • Nutzfläche: 4.700 Quadratmeter auf drei Etagen

  • Kosten: 23 Millionen Euro

  • Kostenträger: Land Niedersachsen