• Studentenleben Osnabrück
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Studentenleben geht auch woanders. Nicht nur die eigenen Partnerunis bieten sich dafür an, mal über den heimischen Tellerrand zu gucken, wie ein Erfahrungsbericht einer Studentin aus Tansania zeigt (bereitgestellt durch Volunation.com)

Sophias Arbeitstag an einer Vorschule in Tansania beginnt um 9 Uhr morgens. Die 30 Kinder der Eloni School in Arusha im Norden des Landes stellen sich vor Unterrichtsbeginn im Schulhof auf, singen die Nationalhymne und sprechen ein Gebet. Dann beginnt Sophia mit dem Englischunterricht in einer der beiden Klassen. Sie studiert Grundschullehramt in Osnabrück und verbrachte 4 Wochen in dem ostafrikanischen Land, um als Freiwillige das Vorschulsystem Tansanias kennenzulernen. Ihr Wunschprojekt fand sie im Internet über www.VoluNation.com. Nach Tansania wollte sie, nachdem ihre Eltern von früheren Besuchen des Landes oft berichtet hatten.

Wie sieht der Alltag in einer Vorschule in Tansania aus? Die 16 Jungen und Mädchen in Sophias Klasse sind 4 Jahre alt und erhalten 3 Stunden täglich Englisch-, Mathe- und Malunterricht. Sie unterstützte die beiden tansanischen Lehrerinnen der Schule nach Kräften. „Am schönsten war es, die Fortschritte der Kinder mitzuerleben“, erzählt Sophia. „Häufig durfte ich die Klasse allein unterrichten.“ Farben, Zahlen und Kleidungsstücke haben die Kinder auf Englisch gelernt. Auch das Schreiben von Zahlen und Buchstaben steht bereits für die 4-Jährigen auf dem Lehrplan.

Nach drei Stunden ist der Vorschulunterricht zu Ende, dann geht es raus zum Spielen. Die ersten Kinder werden von ihren Eltern abgeholt. Für die beiden Lehrerinnen beginnt nun die nächste Tagesaufgabe. Sie gehen in die Küche, bereiten das Mittagessen vor und kümmern sich nebenbei um den Hühnerstall der Vorschule. Nach 12 Uhr half Sophia daher beim Gemüseputzen und Kochen. Meist gab es Ugali, den für Ostafrika typischen Brei aus Maismehl, mit Spinat und anderen Gemüsesorten, manchmal auch Fisch. Einigen Kindern hat sie nach dem Kochen beim Essen geholfen und dabei manche Wörter in der Muttersprache der tansanischen Kinder gelernt. Sätze wie „Bist du satt?“ oder „Hör auf!“ hat sie täglich auf Suaheli verwendet.

Die meisten Kinder haben sich nach dem Mittagessen hingelegt, bevor sie um 15 Uhr abgeholt wurden. Manchmal blieb noch ein wenig Zeit für gemeinsame Spiele, bevor auch Sophias Arbeitstag zu Ende ging. Den Vorschulunterricht für die 4-Jährigen empfand sie als anspruchsvoll. „Am Ende der Woche ließ die Konzentration der Kinder etwas nach“, hatte sie bemerkt.

Den Rest des Tages verbrachte Sophia mit anderen Freiwilligen von VoluNation, die mit ihr in der Gemeinschaftsunterkunft lebten. Sie hat viel mit den Niederländern, Dänen, Spaniern und Belgiern unternommen. Wer als Freiwilliger in Arusha, dem touristischen Zentrum Tansanias arbeitet, muss den Kilimandscharo, den berühmten Ngorogoro-Krater und die Serengeti gesehen haben. „Drei Tage dauerte die Safari“, sagt Sophia. „Bis auf die seltenen Nashörner habe ich alle Großtiere gesehen.“

 

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich.