• Studentenleben Osnabrück
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LiteraturFür ein Studium der französischen, italienischen oder spanischen Literatur- und Kulturwissenschaft reicht es gewiss nicht aus, dass man gerne Spaghetti Bolognese oder Antipasti verspeist, seinen Sommer vorzugsweise an der französischen Riviera verbringt und die Sprachen sowie die männlichen und weiblichen Muttersprachler für besonders exotisch hält. Das spricht zwar alles für eine gehörige Portion Leidenschaft, birgt leider auch das Risiko völlig ent-romantisiert aus den jeweiligen Einführungsveranstaltungen zu spazieren.

Ein Romanistik-Studium ist viel mehr als das und fordert auch mehr als diese Leidenschaften. Im besten Fall hat man seit der Kindheit Proust und Sartre verschlungen oder begeistert sich für die Morphologie der romanischen Sprachen. Alle anderen könnten ihre Leidenschaft für diese natürlich auch im Studium entdecken und dann ebenso zufrieden durch das Studium gehen. Deshalb macht es gerade im Bereich der Literatur- und Kulturwissenschaften Sinn einen Blick auf das jeweilige Vorlesungsverzeichnis zu werfen und um rauszufinden, ob man ein grundsätzliches Interesse an den Themen besitzt.

Unser Stud.IP (Studierenden Informationsportal der Universität Osnabrück) bietet für das kommende Sommersemester folgendes Programm an (und beantwortet damit auch die Frage vieler Naturwissenschaftler: "Was macht ihr da eigentlich?"):  

Neben den allgemeinen Sprachkursen sind Phonetik und Phonologie, Syntax und Semantik Pflicht. Je nach Sprache gehören zur Sprachwissenschaft zum Beispiel auch die Kurse „Français langue étrangère - le défi de la prononciation“,, in der der typisch-deutsche Akkzent im Französischen untersucht und auch abtrainiert wird oder der italienische Kurs zur „Conversazione“ bei dem man neben italienischer Konversation hoffentlich auch die Kunst des italienisches Gestikulierens und der Mimik dazulernt.

Die Kurse im Bereich der Literatur- und Kulturwissenschaften haben es dann wirklich in sich:

In der Veranstaltung „Die frankophone Karibik: Orientierungen für eine transkulturelle Poetik (19. und 20. Jhdt.)“ geht es um die Entstehung der literarischen Produktion in der Karibik und um exemplarische Werke. In Italienisch kann man sich mit „ Il mito di Venezia. Immagini letterarie e cinematografiche della città“, also dem Mythos von Venedig in der Literatur und im Kino beschäftigen. Der Kurs zur „Ökokritik und Literatur: Narrative des Amazonas (19. und 20. Jhdt.)“ thematisiert das Zusammenspiel von Ökologie und Kultur am Beispiel einiger Texte aus dem Amazonasgebiet.

Überzeugt das Länder- Leidenschaft alleine nicht reicht? 

Bild: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de