• Studentenleben Osnabrück
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Für das Fach, das heute vorgestellt wird, könnte man schon fast eine neue Kategorie erstellen. Ich würde sie „unterschätzte Studiengänge“ nennen, denn heute geht es um den Studiengang der Kosmetologie. Ja, sowas kann man wirklich studieren und nein, es hat nichts mit Planeten zu tun.

Kosmetologie befasst sich vielmehr mit dem weiten Feld der Kosmetik. Die Beschreibung des Studiengangs damit zu beenden würde dem Studiengang aber nicht gerecht. Denn hinter diesem vermeintlich einfachen Gebiet verbirgt sich weit mehr als Schminke.


Kosmetologie als Lehramtsstudium für Berufsbildende Schulen ist dem Fachbereich Humanwissenschaften zugehörig. Interdisziplinarität haben sich alle Studiengänge der Disziplin Gesundheitswissenschaften (Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaften und Kosmetologie) auf die Fahne geschrieben. Das merkt man schnell, wenn man sich auf Stud.IP über typische Kosmetologie-Veranstaltungen informieren will. Die findet man nämlich nur über einen Umweg durch die Gesundheitswissenschaften. Wenn man sich dann durch das Lehrangebot arbeitet, stellt man schnell fest: Als angehender Kosmetologe muss man schon etwas mehr können, als sich für Crêmes und Haare zu interessieren. Oder habt ihr euch schon mal mit Gesundheitspädagogik, Dermatologie, Histologie oder Zellbiologie beschäftigt?

Im Übrigen sind nicht alle Kosmetologie-Studenten ausgebildete Friseure oder Kosmetiker. Und wenn doch, sollte man sich diese Leute unbedingt warm halten. Es ist schließlich nie verkehrt, jemanden im Freundeskreis zu haben, der einem ab und an die Haare schneidet.

Nachdem wir hoffentlich mit einigen Vorurteilen aufräumen könnten, müssen wir eines (leider) bestätigen: Der Frauenanteil unter den Studierenden übersteigt den der Männer um Längen. Ob das nun ein Vor- oder Nachteil ist, müssen die Kosmetologen wohl selbst entscheiden.

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In der Serie das Studentenleben der Anderen stellen Studis ihre Fächer vor. Die Texte verraten nicht nur Erstis und Interessenten, was die Friedensstadt uns zu bieten hat, sondern auch älteren Semestern, was ihre Kommilitonen eigentlich den ganzen Tag lang so (nicht) tun.

Bild: Mysocialbeauty.com