• Studentenleben Osnabrück
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02.12.2013

Wissen hat seinen Preis

Der Bundesgerichthof beschränkt elektronische Zugänglichkeit zu Lehrbüchern

Bei kaltem Wetter einfach zu Hause bleiben und die Texte für die Uni von zu Hause aus wälzen? Das ist bald nur noch begrenzt möglich. Im Rahmen eines Urheberrechtsstreits hat der Bundersgerichtshof jetzt entschieden, dass maximal 12% eines urheberrechtlich geschützen Buches auch elektronisch zur Verfügung stehen dürfen. Wollen Dozenten den Studierenden Texte zugänglich machen, müssen sie die Auszüge zukünftig entweder beschränken oder den Auszug bezahlen. Bietet der Herausgeber die Lizenz für einen “angemessenen” Preis an, kann er die Bezahlung sogar unterhalb der 12-Prozent-Grenze fordern. Ausgangspunkt dieses Beschlusses war ein Rechtsstreit zwischen der Fern Universität Hagen und dem Alfred Körner Verlag, dessen Bücher den Studierenden in zu großen Umfang auf einer Lernplattform zugänglich gemacht wurden. Um Rechtsstreitigkeiten wie diese in der Zukunft zu vermeiden, wurden deswegen die gesetzlich erlaubten "kleinen Teile eines Werkes" die "zur Veranschaulichung im Unterricht" dienen, auf die 12% Grenze präzisiert. Dank der von der Hochschule gezahlten Lizenzgebühren bleibt uns unsere breit gefächerte online Bibliothek aber trotzdem erhalten - und somit auch die Möglichkeit, bei Minusgraden und heißem Kakao vom Sofa aus für die Hausarbeit zu recherchieren.

Autor: Louisa