• Studentenleben Osnabrück
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21.09.2013

„Wir sind für Sie da!“

Bornemann

BornemannZum Nachdenken: Ist es eigentlich fair, wenn Studenten ohne Mensa die gleichen Semesterbeiträge an das Studentenwerk zahlen, wie Studenten mit einer Mensa?  Entspricht dies dem Slogan „Wir sind für Sie da!“, mit welchem die Geschäftsführerin des Studentenwerkes wirbt? Diese Fragen stellten sich viele Lingener Studenten bereits im vergangenen Jahr. Das Verwaltungsgericht war damals der Meinung, dass das Angebot des Studentenwerkes Osnabrück in keinem groben Missverhältnis zur Beitragshöhe stünde. Nun ist der Betrag für die Studenten am Standort Osnabrück und Lingen von 47,50€ auf 55,00€ erhöht worden.  Deshalb stellt sich nun die Frage, ob es gerecht ist, trotz unterschiedlicher Leistung die gleiche Preiserhöhung tragen zu müssen.  Im deutschlandweiten Vergleich gehören diese Kosten sicher nicht zu den Spitzenwerten.  Außerdem werden die Semesterbeiträge als Solidarbeiträge erhoben. Findet ihr es jedoch solidarisch, alle Studierenden für ein Design-prämiertes Wohnheim zahlen zu lassen, das gerade einmal 89 Wohnplätze bietet? Laut einem Artikel vom 19.11.12 in der NOZ, rechtfertigte Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück, diese Beitragserhebung damit, dass für den Bau des Wohnheimes  mehr als sechs Millionen Euro für Studenten in Lingen aufgebracht wurden und sah sich durch die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes bestätigt. Entspricht Rechtmäßigkeit jedoch auch immer der Gerechtigkeit? Natürlich ist die Thematik nicht neu. Durch die Beitragserhöhung und die Tatsache, dass es in Lingen noch immer keine Mensa gibt, bleibt sie aber durchaus aktuell.  Wer sich über die früheren Ereignisse näher informieren möchte, kann dies in den folgenden Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung tun:

http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/14216/mensa-auf-campus-lingen-offnet-erst-im-dezember

http://www.noz.de/artikel/25580/klage-gegen-studentenwerk-osnabruck-abgewiesen

Autor: Lena