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13.07.2016

Urbino in Italien – ein kleiner Reiseführer

Das vergangene Wintersemester habe ich als Austauschstudentin in der verträumten Kleinstadt Urbino in Italien verbracht. Mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden und dem wunderschönen Ausblick auf die Hügel der Region Marche ist Urbino meiner Meinung nach ein ganz besonderes Reiseziel – ob nun für Austauschstudenten oder normale Touristen. Darum möchte ich meine Erfahrungen und Tipps gerne in Form eines kleinen Reiseführers mit euch teilen.

Die Anreise:
Der Weg nach Urbino führt zunächst über Bologna. Von hier aus sollte man die Stadt Pesaro anreisen, die mit dem Zug in etwa anderthalb Stunden zu erreichen ist. Fahrtkarten gibt es direkt am Hauptbahnhof oder auf der Internetseite trenitalia.com. In Pesaro angekommen braucht man bis nach Urbino noch ungefähr eine Stunde mit dem Bus. Dieser fährt in regelmäßigen Abständen direkt vor dem Bahnhof ab und ist deutlich gekennzeichnet. Tickets kann man in jedem der umliegenden Läden kaufen.

Unternehmungen:
Wer Kunst mag, sollte sich einen Besuch im Palazzo Ducale, der die Galleria Nazionale delle Marche beheimatet, nicht entgehen lassen. Hier gibt es unterschiedliche Werke berühmter Künstler vom 14. bis 17. Jahrhundert, sowie die beeindruckenden Säle des Palastes zu sehen. Eine unerwartete Überraschung mitten im Herzen Urbinos stellt der historische botanische Garten der Universität dar. Dieser breitet sich über eine Fläche von etwa 2.200 Quadratmetern aus und beheimatet eine Vielzahl von Pflanzen. Den Bewohnern Urbinos dient er nicht nur als Ort des Lernens, sondern auch als Ort der Entspannung. Echtes italienisches Kleinstadt-Flair können Besucher schließlich auf dem großen Wochenmarkt erleben, der jeden Samstagvormittag in der Viale Bruno Buozzi stattfindet. Mit frischem Obst und Gemüse, Käse und Brot lockt er nicht nur Touristen sondern vor allem Einheimische an, die sich gerne in einen Plausch verwickeln lassen.

Essen und trinken:
Freunde von gutem Essen sollten in Urbino besonders glücklich werden. Gemütlich ausklingen lassen kann man einen schönen Tag zum Beispiel bei Bruschetta und Ravioli in dem Restaurant La Taverna degli Artsti. Für einen tollen Nachtisch empfiehlt sich dagegen ein Besuch in der Cornetteria Pecatti di Gola, wo sich Naschkatzen verschiedene Gebäckteile mit Leckereien wie Pistaziencreme oder weißer Schokolade füllen lassen können. Wer echten italienischen Kaffee genießen möchte, lässt sich am besten in einem der kleinen Cafés am Piazza della Repubblica nieder. Von hier aus kann man das Geschehen in der Stadt ganz entspannt beobachten. 

Ausflugsziele:
Als Besucher Urbinos sollte man sich auf jeden Fall die Mühe machen, den höchsten Punkt der Kleinstadt zu besichtigen: die Fortezza. Gerade bei gutem Wetter bietet sie einen einmaligen Ausblick auf die historischen Gebäude und verwinkelten Gassen. Wem in Urbino das Meer fehlt, der kann innerhalb etwa einer Stunde mit dem Bus in die nächstgrößere Stadt Pesaro fahren. Diese liegt direkt am Wasser und lädt zu langen Spaziergängen am Strand mit einem anschließenden Eis als Stärkung ein. Auch wer gerne shoppen geht, sollte in der Innenstadt schnell fündig werden. 

     

Von Pesaro aus lassen sich mit dem Zug außerdem gut einige größere Städte erreichen. Interessant und wirklich sehenswert ist zum Beispiel Bologna. Auch Rimini hat deutlich mehr zu bieten, als sein Ruf als Partymetropole zunächst vermuten lässt.

Dem Herzen folgen:
Trotz aller Reisetipps ist es in jedem Fall ratsam, Urbino an wenigstens einem Nachmittag ganz ohne genaue Pläne zu erkunden. Folgt man einfach seinem Gefühl, so gibt es in den kleinen Gassen zahlreiche interessante Plätze, Geschäfte und Cafés zu entdecken. Und wer die Stadt mit einem Lächeln auf den Lippen erkundet, wird dieses mit Sicherheit von den herzlichen Einwohnern Urbinos erwidert bekommen.

 

 

Fotos: Annika

Autor: Annika