• Studentenleben Osnabrück
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11.02.2016

Universität goes 2016

Jahresrück- und Ausblick mit Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke


Vor rund sechs Wochen feierten wir das neue Jahr, mittlerweile hat es uns schon wieder fest im Griff. Die Lehrveranstaltungen haben begonnen, die Hochschule hat bereits Klausuren hinter sich und die Uni startet gerade in die Prüfungsphase.

Doch was bewegt eigentlich die Präsidenten unserer beiden Hochschulen? Wir haben sie um einen kurzen Rückblick auf 2015 sowie eine Vorschau auf 2016 für ihre jeweilige Organisation gebeten.

Im Interview blickt Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke zufrieden und anerkennend auf die Bauprojekte der Uni sowie das Engagement in der Flüchtlingsthematik zurück und benennt hohe Studierendenzahlen als die Herausforderung für 2016. Auf die Fußballeuropameisterschaft, das Fairytale Festival und gemeinsame Projekte mit der Hochschule freut er sich in diesem Jahr schon jetzt.

 

Interview

Studentenleben: Was waren die Highlights in 2015?

Lücke:
Die vielen Bauprojekte. Nach einer Rekordbauzeit von zwei Jahren wurde im Oktober das neue Bibliotheksgebäude auf dem Campus Westerberg offiziell eröffnet. Rund 30 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen in das lichtdurchflutete Gebäude an der Barbarastraße investiert, das die Studierenden der Universität und der Hochschule Osnabrück nun gemeinsam nutzen können. Ein weiteres Highlight war im August die Grundsteinlegung des national einmaligen interdisziplinären Zentrums für zelluläre Nanoanalytik. Es ermöglicht neue Ansätze der modernen Zellbiologie und schafft Plätze für 24 interdisziplinäre Arbeitsgruppen. Außerdem konnten wir mit den Planungen zum Studierendenzentrum in der Innenstadt beginnen, das unseren Studierenden dringend benötigte Lern- und Aufenthaltsräumlichkeiten bieten wird.


Studentenleben: Welche Befürchtungen/Herausforderungen/Komplikationen gab es im vergangenen Jahr zu bewältigen und was sind die Ergebnisse?

Lücke:
Eine Herausforderung stellte auch für uns die Flüchtlingsproblematik dar. Gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Flüchtlingen den Zugang zu Bildung zu erleichtern und auf diese Weise Perspektiven zu eröffnen. Dass sich unsere Studierenden aus Eigeninitiative heraus so sehr für die Flüchtlinge einsetzen, hat mich in diesem Zusammenhang sehr beeindruckt. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden zahlreiche Initiativen für Flüchtlinge ins Leben gerufen, die durch Studierende initiiert, bzw. unterstützt worden sind. Die vielfältigen Aktivitäten der Universität lassen sich im Internet nachlesen unter
http://www.uni-osnabrueck.de/studium/fluechtlingsinitiativen_an_der_uni.html.


Studentenleben: Welche Herausforderungen erwarten Sie in 2016?

Lücke:
Ich freue mich sehr über die hohen Studierendenzahlen, die wir für die Universität verzeichnen können, gleichzeitig stellt es natürlich eine Herausforderung dar mit dem bestehenden Personenbestand allen gerecht zu werden.

Wir führen gerade eine intensive Diskussion über die Zukunft der Universität Osnabrück. Um im Wettbewerb der sich bereits abzeichnenden Rahmenbedingungen wie demografischer Wandel, Schuldenbremse und der Neuauflage der Exzellenzinitiative bestehen zu können, müssen wir die Stärken und Potentiale in Forschung, Lehre und Governance identifizieren und daraus neben dem Profil Ziele ableiten und definieren, die die Zukunft der Universität in Forschung und Lehre prägen.


Studentenleben: Worauf freuen Sie sich in diesem Jahr schon jetzt?

Lücke:
Besonders freue ich mich in diesem Jahr auf die Fußballeuropameisterschaft und auf das Fairytale Festival, ebenso wie auf gemeinsame Projekte mit der Hochschule Osnabrück, wie beispielsweise die Begrünung des Vorgartens der neuen Bibliothek, um den Studierenden für die kommenden Sommermonate einen weiteren angenehmen Lern- und Erholungsort zu schaffen.

 

Foto: Universität Osnabrück

Autor: Heiko Westermann