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09.11.2015

Projektwoche der angehenden Ingenieure und Informatiker

Studenten untersuchen technische Fragestellungen in Kurzprojekten

In der vergangenen Woche, fand die diesjährige Projektwoche der Fakultät IuI statt. In über 50 Projekten forschten die Studentengruppen in den Laboren, lernten wissenschaftliche Arbeitsweise kennen und präsentierten am vergangenen Freitag ihre Ergebnisse auf einer hausinternen Messe.

Vor einer Jury aus den Dekanen und wissenschaftlichen Mitarbeitern mussten sie dort eine Kurzpräsentation halten. Die Jury bewertete auch die Ergebnisse der Arbeiten sowie die Darstellung der Infostände. Die besten fünf Teams erhielten Preisgelder zwischen 100 und 500 Euro.

Wir haben die Sieger getroffen und stellen euch ihr Projekt exemplarisch für viele andere spannende Aufgabenstellungen vor.

Die Gruppe aus sechs Studis aus Elektrotechnik und Medieninformatik stellte sich der Aufgabe, mittels eines Peltierelementes einen kleinen Lüfter anzutreiben sowie eine LED leuchten zu lassen. Ein Peltierelement ist ein Plättchen welches aus Temperaturunterschieden zwischen seinen beiden Flächen einen Stromfluss und dadurch eine Spannung zwischen den Kontakten erzeugt.

Während die LED jedoch eine in diesem Zusammenhang recht hohe Spannung von 1,7 V benötigt, braucht der Lüftermotor zwar weniger Spannung, jedoch einen höheren Strom zum Anlaufen. „Unser Professor aus dem Grundlagenmodul hatte zuvor nicht daran geglaubt, dass sich das umsetzen lässt.“, berichteten uns die Studis. „Er freute sich aber, dass wir es dennoch geschafft haben.“

Und dafür mussten sie sich etwas einfallen lassen. Zunächst wurden die Eigenschaften verschiedener Peltierelemente untersucht und ausgewertet. Daraufhin entwickelten sie entsprechende elektrische Schaltungen und Umwandler, welche die erzeugten Spannungen und Ströme auf die benötigten Größen anpassen. Außerdem schalteten sie zwei der Peltierelemente in Reihe und montierten sie auf einer Metallplatte. Diese kann man sich um den Arm schnallen, um durch die Körperwärme je eine Seite der Elemente gegenüber der Raumluft zu erhitzen.

Die Gruppe war überrascht, wie viel Eigenständigkeit in dem Projekt gefordert war und meinte: „Anders als in den normalen Semesterpraktika, mussten wir uns plötzlich selbst überlegen was wir machen. Das hatten wir vorher nicht erwartet.“  Dabei lobten sie die Betreuung durch Dr.rer.nat. Susanne Lenjer und Dipl.-Ing. (FH) Sascha in der Stroth aus dem Labor für Physik, die Orientierungshilfe gaben, aber der Gruppe auch eigenständiges Forschen ermöglichten.

Autor: Heiko Westermann