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12.11.2015

Projekt der Hochschule erhält Red Dot Award

Professor und Studenten wurden für einen interaktiven Arbeitstisch für Fluglotsen mit renomiertem „Red Dot: Best of the Best“-Preis ausgezeichnet

Prof. Thomas Hoffmann und fünf seiner Studenten entwickelten als Team in Kooperation mit der Deutschen Flugsicherung den „DFS-ConceptDesk“, einen interaktiven Arbeitsplatz zur Untersuchung neue Interaktionsformen für Fluglotsen. Am letzten Freitag erhielten sie dafür in Berlin von Red Dot einen der begehrten Preise, die als Benchmarks für innovative Produkt- und Kommunikationsdesigns gelten.

In drei Kategorien vergibt Red Dot jährlich Preise. Gestalter und Hersteller die den Red Dot: Winner erhalten, heben sich bereits aus der Masse ab und stehen für hervorragende Designs. Die höchste Auszeichnungsstufe ist der Red Dot: Best of the Best. Die Osnabrücker erhielten in der Kategorie „Communication Design“ einen von 82 dieser Preise, mit denen die besten aus rund 7.500 Einreichungen aus 53 Ländern gekürt wurden. Eine internationale Jury mit Experten, hatte zuvor fast jede der Arbeiten live und vor Ort bewertet.


Projektgruppe erhält höchste Auszeichnungsstufe


Elf Montage arbeitete das Team mit den Studenten Daniel Schwalbe, Tim-Niklas Hachmeister, Robert Schnüll, Dennis Timmermann, Malte Syndicus sowie Professor Thomas Hoffmann neben dem Studium an dem „DFS-ConceptDesk“. Entstanden ist ein experimenteller Arbeitsplatz auf einer Fläche von ca. zwei Quadratmetern, um Antworten auf die Fragen „Wie werden Fluglotsen in Zukunft arbeiten? Wie werden sie mit der Technik interagieren, wie mit den Piloten, dem Bodenpersonal, untereinander?“ zu finden.

Ziel ist es, Lotsen in ihren verantwortungsvollen Jobs bei der Verarbeitung der zahlreichen verschiedenen Informationen mit digitalen Hilfsmitteln zu unterstützen. Bisher werden Routen, Wetterinfos, Sichtverhältnisse und die Situation im Zielflughafen auf getrennten Bildschirmen angezeigt. Die mentale Verarbeitung erfordert damit zusätzliche Anstrengung und Aufmerksamkeit neben der reinen Vielzahl an Daten.


Arbeitstisch soll Fluglotsen die Informationsverarbeitung vereinfachen


Die Lösung der Studenten aus den Studiengängen Media & Interaction Design (MID) und Industrial Design (ID), ist ein Aufbau, der im Wesentlichen aus zwei Bildschirmen besteht: einem senkrechten 83-Zoll-Monitor, wo abgefragte Informationen angezeigt werden, und einem noch größeren, waagerechten Multitouch-Bildschirm. Diesen können Lotsen bequem per Fingersteuerung bedienen und damit einzelne Ansichten wählen und einzelne Informationen aufrufen oder miteinander kombinieren. Eine Kurzdemo zeigt euch auch ein YouTube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=VW3nj_PM6M8

In enger Zusammenarbeit mit Fluglotsen analysierte das Team zuvor die Anforderungen, entwickelte und bewertete Designkonzepte und baute einen funktionalen Prototyp mit entsprechender Hard- und Software.




„DFS-ConceptDesk“ wird von der Deutschen Flugsicherung bereits getestet


Schon heute wird dieser Tisch, der neuartige Interaktionsformen integriert und mit seiner Technik zur Konzeption innovativer Mensch-Computer-Interaktion geeignet ist, bei der Deutschen Flugsicherung zum Test eingesetzt. Mehrere denkbare Einsatzfelder hat die DFS bereits identifiziert.

Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule, freute sich über die Würdigung des Teams:  Sie beweise, dass „das Design-Studium in Osnabrück eine erstklassige Vorbereitung für den Beruf“ sei. Der „Red Dot: Best of the Best“ für die Arbeit des interdisziplinären Teams ist laut Bertram „ein wichtiger Türöffner in die wachsenden Branchen Industrial- und Interaktionsdesign“.

Der Red Dot Award zählt weltweit zu einem den renomiertesten Wettbewerbe der Kreativbranchen. Die Auszeichnungen wecken hohe Aufmerksamkeit unter Fachleuten aber auch in der breiten Öffentlichkeit.

 

Bilder: Hochschule Osnabrück

Autor: Heiko Westermann