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09.04.2016

Neumarktsperrung – und was das für uns Studis bedeutet

Sicher habt ihr es inzwischen mitbekommen, der Rat der Stadt Osnabrück hat dafür abgestimmt, dass der Neumarkt in Zukunft komplett für Autos gesperrt werden soll (wie es bis vor Kurzem auch schon der Fall war). Der Abschnitt des Neumarkts zwischen Kollegienwall und Neuem Graben/Lyrastraße soll zur Fußgängerzone umgewandelt werden. Auch wenn der Beschluss noch nicht endgültig ist, ist die Tendenz jedoch eindeutig.

Es stellt sich nun die Frage: was bedeutet das konkret für uns Studierende? Hat die Neumarktsperrung positive oder negative Auswirkungen auf unseren Alltag.

Ich persönlich empfinde die Neumarktsperrung als großen Nachteil, aber auch nur, weil ich Autofahrerin bin und der Umweg über den Wall sehr zeitraubend sein kann. „Mal eben“ von der Martinistraße in den Schinkel gestaltet sich da schon als ein Roadtrip mit zahlreichen Hindernissen als eine gemütliche Pfad durch unsere schöne Stadt. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Neumarkt deutlich ruhiger ist ohne den ständigen Autoverkehr. Den Fußgängern und Radfahrern, die den Neumarkt tagtäglich überqueren müssen, käme eine  verkehrsberuhigte Zone dann nur gelegen. Die Befürworter der Sperrung argumentieren, dass sich die Aufenthaltsqualität des Neumarktes verbessern würde, würde hier eine Fußgängerzone entstehen. Auch die Schadstoffgrenzwerte könnten nur ohne den regelmäßigen Autoverkehr in der direkten Innenstadt eingehalten werden.

Für uns Studis bedeutet das konkret:

- Die Busse zum Westerberg und zur Uni sind wahrscheinlich weniger unpünktlich (auch wenn ich derzeit kaum Verspätungen feststellen kann, und ich nehme die 21 fast täglich in die Stadt).

- Wir können gemütlich über den Neumarkt spazieren und radeln. Ob man das bei dem Anblick/Atmosphäre generell will, ist fraglich. ABER: Es wird ja bald ein neues, modernes Einkaufszentrum gebaut, dass sicher was hermachen wird. (Nachdem die Baustelle für einige Jahre das Bild des Neumarkts prägen wird). Vielleicht. Ich persönlich wäre ja für einen Park/eine Grünfläche anstatt des Einkaufszentrums. Das würde dann auch den Schadstoffen entgegenwirken und ein wenig mehr Platz zum Atmen am Neumarkt schaffen. Nunja, man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Was bedeutet die Situation am Neumarkt und die geplanten Veränderungen konkret für euch?

In den nächsten drei Monaten entscheidet sich, ob der Beschluss endgültig sein wird und die Sperrung letztendlich durchgesetzt werden kann. Stichtag ist der 30. August 2016. In jedem Fall darf der Neumarkt bis September 2016 noch mit dem Auto befahren werden.

Schön und gut, aber eine Fußgängerzone, die dennoch fast kontinuierlich von Bussen befahren wird? Für mich persönlich ein Widerspruch in sich. Denn der Neumarkt ist nun mal stark von Bussen geprägt, die die einzelnen Busstiege im Minutentakt anfahren.. Wir werden sehen, zu was für einem Ergebnis die kommenden Debatten führen werden.

 

Bild von maaddin / CC BY

Autor: Kai