• Studentenleben Osnabrück
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25.12.2016

Leinen los – Das Praxisprojekt dreier Studentinnen

‚Ehrlichkeit ist was zählt', das hat mir meine Mama so beigebracht und deswegen nehme ich diesen Artikel auch so in Angriff. Heute schreibe ich über Friederike, Laura und Jessica und ihr Spendenprojekt in Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe Osnabrück. Wichtig ist mir, dass dieser Artikel kein „reiner“ Spendenaufruf sein soll.Die drei Mädels und das Projekt freuen sich riesig, wenn sich jemand entscheidet zu spenden. Allerdings geht es mir in erster Linie darum, das Studentenleben von anderen darzustellen und Ihr Projekt weiterzuverbreiten.

Also, was hat das Segelprojekt der AIDS-Hilfe mit den Studentinnen der Sozialen Arbeit zu tun? Friederike, Laura und Jessica studieren Soziale Arbeit an der Hochschule in Osnabrück im 5. Semester. Teil Ihres Studiums ist es, ein Praxisprojekt zu absolvieren. Sie haben sich für die AIDS-Hilfe Osnabrück entschieden, da sie das Themengebiet Crowdfunding interessiert und sie sich mit der Thematik Aids auseinander setzten wollten.Genauer gesagt befassen sich die Drei gerade mit einem Segel-Spenden-Projekt: Die AIDS-Hilfe organisiert jedes Jahr einen Segeltörn zu Gunsten von Menschen mit HIV/ AIDS, die sich selbst keinen Urlaub leisten können.  Dieser war für die Betroffenen jedes Jahr ein großes Highlight. Leider ist das Spendenaufkommen der AIDS-Hilfe nun so weit zurückgegangen, dass der Segeltörn dieses Jahr nicht stattfinden konnte. Aus diesem Grund möchten die Studentinnen 3.300 Euro bis zum Frühjahr 2017 sammeln, damit die Segeltour 2017 wieder stattfinden kann. Zur Bekanntmachung des Projektes haben sie bereits einiges unternommen. Unter anderem haben sie in der Osnabrücker Innenstadt Postkarten und Plakate verteilt. 

Jede der drei Studentinnen hat Ihre ganz eigene Motivation sich auch über das Praxisprojekt hinaus zu engagieren. Eine Motivation ist gegen die Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen anzuarbeiten und das Thema in der Gesellschaft präsent zu machen.  Ein weiterer Beweggrund ist gesellschaftliche Vielfalt zu leben und eben jedes Mitglied unserer Gesellschaft wertzuschätzen. Gelernt haben sie, dass sich die Repräsentation von HIV Positiven in Osnabrück auf die Aidshilfe beschränkt und daher möchten sie mehr Bewusstsein schaffen, nicht nur durch Ihr Projekt, sondern auch durch eine Infoaktion in der Osnabrücker Innenstadt am 1. Dezember – dem Weltaidstag. Durch Ihr Praxisprojekt haben sie jede Menge gelernt, am deutlichsten wurde allerdings wie umfangreich Öffentlichkeitsarbeit ist und damit verbunden wie aufwendig Fundraising ist in Anbetracht der Tatsache „wie wenig zurückkommt.“ Und jetzt kommt das große Aber, denn ein positiver Effekt ist die Präventiosnarbeit, die die drei Studentinnen dank einer abgeschlossenen Ausbildung ausführen dürfen. Um mehr Aufklärung zu betreiben, sollte Sexualität mehr thematisiert werden.

Ihr findet das Projekt gut und wollt es unterstützen? Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am hilfreichsten ist es für das Projekt Geld zu spenden, aber Geld ist ja bekannter maßen etwas das Studenten nie haben. Dem Projekt hilft es auch es weiterzuverbreiten, zu teilen oder anderen Menschen davon zu erzählen. Ich beispielsweise wünsche mir dieses Jahr keine Geschenke von Freunden und Verwandten, sondern fordere sie auf einen Betrag den sie für angemessen halten an ein Projekt Ihrer Wahl zu spenden und empfehle wärmstens das Leinen los Projekt.

Ein letzter Hinweis:Die AIDS-Hilfe Osnabrück ist die einzige Vertretung von HIV-Positive Menschen im Osnabrücker Raum!

Autor: Admin