• Studentenleben Osnabrück
  • Studentenleben Osnabrück

01.11.2016

Kommentar zur US-Wahl

Trump oder Clinton? Das Thema überhaupt in den Staaten, daher beeinflusst es natürlich auch unsere Studenten dort drüben. Es zieht sich seit Wochen durch die Medien und dominierte den amerikanischen Alltag. Debatten werden zusammen geschaut, etliche Menschen fragen am Campus, ob die Studenten zum Wählen registriert sind und dann kommt auch noch Frau Clinton persönlich an den Campus der USF, unsere Partneruni in Tampa.

Nun da ich gerade im sonnigen Florida studiere, erlebe ich diese „Show“ live mit und es ist wirklich eine Show. Ein dauerhafter Schlagabtausch zwischen Hillary und Donald. Die Debatten gleichen einer Realityshow und werden in großer Runde zusammen geschaut, bei der Burger und Bier natürlich nicht fehlen dürfen. Die beiden Kandidaten weichen oft von den eigentlich wichtigen Themen ab und sticheln lieber auf persönlicher Basis, ob „locker-room talk“ oder ein Haufen gelöschter Emails, dem Anschein zu Folge sind das die wirklich wichtigen Themen.

 

Die Amerikaner sind bekannt für ihren Smalltalk, so kommt es auch in ersten Unterhaltungen schnell zum Thema Wahlkampf. Was denken die Deutschen über die gesamte Situation? Pro Clinton oder doch ein Trump-Supporter? Fragen über Fragen, dabei dachte ich eigentlich, dass Politik eher mit Themen wie Geld oder Religion verglichen werden kann und somit bei einer ersten Unterhaltung erstmal gemieden wird oder sogar tabu ist. Aber das sehen die Amis wohl anders, zumindest bei dieser „Election“ oder vielleicht spielt es ja eine klitze kleine Rolle, dass ich Politikwissenschaften studiere. Offen wird hier symbolisiert welche Seite man unterstützt, ob durch Schilder im Vorgarten, Tshirts geziert mit provokanten Sprüchen oder indem man mit einem Megafon vor der Uni-Bibliothek seine Kreise zieht.

 

Ach ja Amerika das Land der Freiheiten, das Land der Träume hatte ich fast vergessen, aber sind die USA nicht auch das Land der Einwanderung, in dem unendlich viele verschieden Kulturen auf einander treffen? Daher frage ich mich wie kann man diese Pluralität, denn mit nur zwei Parteien wieder spiegeln. Gibt es anderen Optionen und wenn ja, warum erwägt diese keiner? Warum sollten die Amerikaner Trump wählen oder warum für Clinton stimmen? Warum sprechen machen von einer Entscheidung zwischen Pest oder Cholera? Schon wieder Fragen über Fragen, aber diesmal Fragen, die ich mir stelle und die sich hoffentlich während meines Aufenthaltes hier noch klären werden. Aber ja das ist definitiv ein Thema, womit unsere Studenten in diesem Jahr an Osnabrücks Partnerunis in den USA konfrontiert werden. Und es bleibt spannen, wie sich das Ganze hier drüben entwickelt, denn am 8. November ist es so weit, dann werden wir sehen wer ins Oval Office zieht.

 

Wenn euch das Thema interessiert und ihr mehr erfahren wollte, könnt ihr auch zum Beispiel an dem Projektseminar "Die Präsidentschaftswahlen in den USA 2016: Eine historische Entscheidung?", das von der Uni angeboten wird, teilnehmen. Die erste Lehrveranstaltung fand am Mittwoch den 28.10 um 16 Uhr im (41/215) statt. Für weitere Informationen besucht doch einfach den Link.

Autor: Ghina