• Studentenleben Osnabrück
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23.05.2016

"Jodelst du?" - "Bitte was?!"

„Früher kritzelten Studenten ihre Sprüche an die Klowand, heute benutzen sie eine App namens Jodel: Das deutsche Programm sammelt den Trash-Talk auf dem Campus und verbreitet Nachrichten und Bilder an die Studenten in der Nähe. Die Sprücheklopfer bleiben anonym.“ – so beschreibt Jörg Breithut Jodel für Spiegel Online.

 

 


Was ist Jodel?

Die App ist kostenlos für Android und iOS erhältlich und in den meisten größeren Studentenstädten vertreten. Mit über 1 Millionen Downloads ist die App wohl auch auf einigen Smartphones in Osnabrück installiert. In Osnabrück wird über alles Mögliche „gejodelt“. Jeder, der die App installiert hat, kann sich mit einem sogenannten „Jodel“, einem Post der in etwa einer Kurznachricht ähnelt, in einem Umkreis von zehn Kilometern seinen Mitmenschen anonym mitteilen. Die „Jodel“ können von anderen Usern der App up- oder down-gewertet sowie kommentiert werden. Manche Posts enthalten Geheimtipps zu Veranstaltungen, Wetter- und Verkehrsupdates oder die Mensaempfehlung des Tages. An dieser Stelle herzliche Grüße und einen lieben Dank an den „Wetterfrosch“!

 

Karma, Baby!

Für jeden Up- und Downvote fährt der Jodel sogenannte Karma-Punkte ein. Für jeden Vote, den man selbst tätigt, erhält man zwei Punkte, für jeden Upvote, den man von einem anderen Jodler für den eigenen Post bekommt, gibt es zehn Karma-Punkte. Die Karma-Punkte der Jodler in meinem Bekanntenkreis schwanken zwischen einigen Hunderten Punkten und mehreren Tausend. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, das besagt, es lebe ein Jodler auf dem Westerberg mit mehreren hunderttausend Karma-Punkte. Kennt ihn jemand? Gibt es ihn wirklich? Oder ist es tatsächlich nur ein alter Jodelmythos?

 

#JHJ

Bei Jodel kann man nicht nur Karma-Punkte sammeln sondern auch angeregt im Kommentarbereich diskutieren. Beispielsweise erkundigen sich Jodler nach Tipps, die gegen einen Kater helfen (hier gibts Tipps!) oder nach guten Ärzten bestimmter Fachbereiche.

Wenn ein Jodler markieren möchte, dass er Hilfe benötigt, setzt er unter seine Frage oder sein Anliegen oft den Hashtag #JHJ – Dies ist die Abkürzung für „Jodler helfen Jodlern“. Oft fungiert die Jodel-Community auch als Dr.Sommer-Team und unterstützt den ratlosen Jodler in Sex-, Liebes- und Dating-Fragen.

 

Auch hier gibt’s Grenzen!

Bei Posts, die allzu häufig auftreten, tritt die Jodel-Polizei in Kraft und kommentiert und dem Jodel mit einem Repost- Zeichen. Rassismus-Posts und andere Widerlichkeiten haben bei Jodel übrigens keine Chance. Sobald ein Post mehr als fünf Downvotes erhält, wird er automatisch gelöscht. Es besteht auch die Möglichkeit einen Post zu melden, dieser wird dann vom Jodel-Team geprüft und bei bestehendem Anlass gelöscht. Dies gilt (leider?!) auch für Lörres-Bilder. Wer jetzt wissen möchte, was ein Lörres ist, der muss sich die App wohl oder übel runterladen und bei der Community nachfragen. Den Hashtag #JHJ nicht vergessen!

 

Bilder: Screenshots Jodel-App

Autor: Eva