• Studentenleben Osnabrück
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06.04.2016

Hamburg, meine Perle

Moin Moin,

da ich gerade für eine Weile das schöne Osnabrück verlassen und mich im Norden niedergelassen habe, dachte ich mir ich schreib mal ein paar Tipps auf, falls euer nächster Wochenendtrip nach Hamburg geht. Wäre ja eine Möglichkeit, da wir es mit unserem Semesterticket bis nach Hamburg schaffen und von da aus kommt man mit einem Tagesticket für sechs/sieben Euro quer durch die ganze City.


Also was ihr auf jeden Fall auf eurer Liste steht haben solltet ist, dass ihr in Hamburg feiern geht. Es gibt so viele Optionen, ob Kiez oder Schanze, für jeden ist etwas dabei. Und schon ein Gang über die bunt erleuchtete Reeperbahn lohnt sich um einfach mal das Spektakel mit eigenen Augen zu sehen. Etliche Junggesellenabschiede und ab und zu auch Olivia Jones, die durch die Straßen zieht, sind dort zu sehen. Aber so eine Kieznacht geht auch schnell vorbei und man torkelt morgens in aller Helligkeit zum nächsten Dönerladen. Aber STOP sobald das Wetter wieder besser wird, geht es auf zum Hamburger Fischmarkt. Dort könnt ihr euch erst mal ein schönes Fischbrötchen gönnen und das tut nach so einer durchzechten Partynacht unglaublich gut. (Öffnungszeiten: Sonntags von April bis Oktober 5 bis 9:30 Uhr und von November bis März 7 bis 9:30 Uhr)


Am nächsten Tag kann man dann ausschlafen oder in einem süßen Café in der Schanze oder in Altona frühstücken. In Altona erwarten euch noch zwei echte Hingucker: Zum einen der IKEA, der sich mitten in der Fußgängerzone befindet, was ich als eher untypisch empfand (Das gehört zum neuen IKEA-Konzept, ist die erste Variante davon in Deutschland!). Da normalerweise IKEA doch immer außerhalb zu finden ist und man sich doch eigentlich immer mit dem Bus oder dem Auto auf den Weg macht. Danach hat man schon wieder zu viele Dinge gekauft und darf nun eine Runde Tetris spielen im Auto und versuchen, die Sachen dabei gut und möglichst unbeschädigt unterzubringen. Aber hier kommt ihr ganz easy mit der Bahn hin und könnt euch mal wieder nette Kleinigkeiten aussuchen, nur wer einen neuen Kleiderschrank braucht sollte vielleicht mit dem Auto fahren.


Zum anderen zog ein kleiner Laden in der Bahrenfelderstraße, direkt rechts neben Penny, meine Aufmerksamkeit auf sich. Dort muss ich mir mindestens zwei oder drei Mal die Woche meinen Weg durch die Menschenmenge bahnen. Aber wieso? Auf was warten die Leute dort und wofür stehen sie Schlage? Die Antwort ist – dort gibt es heißbegehrte Tulpen zum unschlagbaren Preis zu ergattern und so ein Strauß macht sich doch gerade jetzt zum Frühling ganz gut in eurer Wohnung. Es kann sogar mal vorkommen, dass man während der Öffnungszeiten vor verschlossener Tür steht, weil alle Tulpen schon weg sind. Also schnell hin da!


Und auch shoppen kann man in Hamburg gut. Entweder in der Innenstadt, den unzähligen kleinen Secondhandshops oder in den großen Einkaufzentren. Aber ich muss doch zugeben, ich bin eher zum Essen als zu Shoppen in Hamburg unterwegs. Denn hier gibt es einen richtig guten Mexikaner und das ist in Deutschland ja eher eine Seltenheit. Nur einen Katzensprung von der Reeperbahn entfernt befindet sich nämlich die „Kombüse“. Ein kleines alternatives Restaurant, welches mit seinen Burritos überzeugt. Aber auch für die Veganer unter uns ist in Hamburg etwas dabei, nämlich „Hin & Veg!“ in der Schanze; die Döner und Hotdogs sind ganz ohne tierische Produkte herstellt und auch für Nicht-Veganer ist dieses Laden empfehlenswert.


Für die Sportbegeisterten unter uns für die geht es auf zum Millantor. Dort sieht man Pauli dann mal wieder eine Runde kicken und wer mit Fußball nichts anfangen kann macht sich auf den Weg zur Barclaycard Arena und unterstützt die Freezers beim Eishockey. Wer aber nicht nur beim Sport zugucken möchte und sich mitten im Fitnesswahn befindet, der packt seine Sporttasche und probiert das McFit in der Bauerstraße aus. Dies gilt nämlich als Aushängeschild der Fitnesskette, die auch bei uns in Osnabrück (Hannoversche Str) vertreten ist.


Im Sommer zeigt sich Hamburg nochmal von einer ganz anderen Seite und es gibt unzählige Optionen die Sonne zu genießen. Zum Beispiel der Elbstrand oder der „Central Park“, eine Strandbar in der Schanze mit echt cooler Atmosphäre.
Aber um den dunklen Winter zu überstehen und sich den Frühling zu versüßen glänzt Hamburg mit dutzenden Konzerten. Um einen Überblick zu bekommen eignet sich das Magazin „kulturnews“ super, dass kostenlos an verschiedenen Locations wie Kinos oder in Restaurants ausliegt.


Das waren nur ein paar Tipps, die vielleicht nicht in jedem Reiseführer stehen. Hamburg ist eine Stadt der Vielfalt und man kann einfach unglaublich viel erleben und ich bin gerade ganz froh darüber, dass ich in Osnabrück studiere, weil ans Studieren in Hamburg nun wirklich nicht zu denken wäre. Ich würde alles mögliche unternehmen, aber nur sehr sehr wenig davon hätte mit der Uni zu tun!

 

Foto: Unsplash

Autor: Ghina