• Studentenleben Osnabrück
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17.02.2016

Der Tag danach

Semesterferien. Beliebiger Wochentag. Mittagszeit. Aufwachen. Der Schädel brummt. Der Magen grummelt. Das Gefühl, man hätte die letzte Nacht auf einem Schiff in mitten eines Orkans verbracht, verschwindet nicht. Es fühlt sich verdächtig nach Seekrankheit an. Die Erinnerungen der vergangenen Nacht oder was heute in den frühen Morgenstunden geschehen ist und wie der Heimweg verlaufen ist, sind verschwommen. Beim Gedanken an Essen, Alkohol, Schlucken kommt der Geschmack des letzten Bieres hoch. Der Wunsch, den Tag im Bett zu verbringen, vor sich hin zu vegetieren und natürlich nie, nie, nie wieder etwas alkoholisches zu trinken, ist ausgesprochen groß. Damit ihr am nächsten Wochenende etwas weniger theatralisch seid, haben wir Tips für "Den Tag danach".

Guten Morgen Herr Kater! Und seien wir gendergerecht: Guten Morgen Frau Katzenjammer. Du schon wieder. Du warst weder eingeladen noch sollst Du bleiben. Jeder von uns bekommt doch hin und wieder einen Besuch von den Beiden. Die Semesterferien haben begonnen, die Frist für Hausarbeiten ist noch weit weg und das Feiern und genießen doch so nah.

Doch wer sind sie? Was machen sie mit uns? Wie werden wie sie schnell wieder los oder schaffen es, dass Herr Kater und Frau Katzenjammer uns nicht mehr morgens am Bett besuchen?

Die Fachleute sprechen von einer Alkoholintoxikation, wir Studenten vom Kater. Es war ein Glas zu viel. Der Kater stammt aus der studentischen Umgangssprache. Wer hätte das gedacht?! Im 19. Jahrhundert wurde es von Katarrh – bedeutet so viel wie ne fette Erkältung inklusive Entzündung der oberen Atemwege haben – abgeleitet. Der Katzenjammer ist schon etwas älter und eine Verniedlichung von „Kotzen-Jammer“. Da kommen wir der Sache schon ziemlich nah. Und das aus Goethes Zeit.

Die Symptome kennen wir alle: Kopfschmerzen, Übelkeit, komisches Gefühl in der Magengegend, Unwohlsein, zum Klo rennen, Appetitlosigkeit, Einschränkungen geistiger und motorischer Fähigkeiten. Falls derjenige diese jemals besessen hat. So ein Kater kann auch mal länger andauern. Laut Wissenschaftlern, als Studie muss man ja alles wissenschaftlich belegen, kann so ein Kater bis zu drei Tage andauern. Das erklärt so manches. Ich wiederum habe das Gefühl das der Kater bei manchen Menschen für immer bleibt.

Kater-Präventionen und Kater-Gegenmittel gibt es viele und keine so richtig bewiesene. Hört auf euer Bauchgefühl. Aber ein paar Tipps haben wir dann doch für euch:

 

Präventions-Tipps. Damit ihr morgens bestenfalls alleine oder – falls nicht ganz allein – gut aussehend und erholt neben eurer nächtlichen Bekanntschaft aufwacht.

- Halblang machen: Verzichtet auf größere Mengen Alkohol! (Haha, ja, klappt eh nie.)

- Langsamer, dafür länger: Pausen zwischen dem Trinken machen.

- Abwechslung: Konstant Wasser zwischendurch trinken. Unser Tipp: Setzt euch ein Limit! Beispielsweise: „Nach jedem dritten Bier, ein Glas Wasser.“ Oder „Nach jedem zweiten Schnaps, ein Schluck aus dem Wasserhahn.“

- Spiel mit mir: Ob durcheinander oder in Reih und Glied, klar ist das der Alkohol den Zucker liebt. Zucker und auch Kohlensäure führen dazu, dass der Alkohol schneller in euren Blutkreislauf kommt, ihr somit also auch schneller betrunken seid – soweit ganz gut, das schont den Geldbeutel – aber ihr wacht am Morgen eher mit einem Kater auf, als wenn ihr „nur“ getrunken hättet. Auch das Rauchen verstärkt den Kater am Morgen.

- Fressen oder gefressen werden: Nicht auf nüchternen Magen trinken. Vor oder beim Trinken fettiges essen. (Wir treffen uns dann beim Dönermann ;) )

- Tanken gehen: Aber mit Wasser. Bevor ihr euch schlafen legt noch mal ordentlich Wasser trinken. Und mein persönlicher Tipp: Eine Magnesium- und Calcium-Brausetablette trinken.

- Vorm Schlafen gehen – oder am besten bevor ihr das Haus verlasst – eine Aspirin ans Kopfende legen. Hat schon so manchem den Tag gerettet.

 

Und wenn es doch mal passiert, und der morgendliche Besuch nicht ganz so aussieht wie geplant, hilft nur noch eines (oder mehrere) der Gegenmittel.

- Ein schönes Katerfrühstück – wenn ihr dazu in der Lage seid esst fettig, salzig, eiweißreich, Obst und Gemüse, auch ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann helfen. Also für alle bei denen sich der Magen nicht umdreht: Schlemmen erlaubt.

- Viel Trinken – und zwar kein Konter-Bier! Damit schiebt ihr euer Leiden nur auf.

- Frische Luft und Bewegung, beim Spaziergang Sonnenbrille nicht vergessen! Schont euch vor doofen Blicken und die Augen vor zu grellem Licht.

- Und wenn alles zu Spät ist hilft nur noch Magen-Tee, Schlaf und eine Kopfschmerztablette!!

In diesem Sinne viel Spaß beim Ausnüchtern!

 

Foto: jarmoluk

Autor: Laura F.