• Studentenleben Osnabrück
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07.02.2014

Das Studentenleben der Anderen Vol. 5: Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen (IMIB)

Nach den vielen großen und allgemein bekannten Studiengängen wird euch heute ein kleiner, aber doch großer Masterstudiengang vorgestellt: "Und was studierst du?" - "IMIB." Entweder die fragende Person weiß sofort Bescheid: "Ihr habts drauf!" Oder: "Ah, ihr nehmt uns immer die Kurse weg!", "Ach der. Ihr seid doch immer so für euch alleine, oder?", "Ah, schon mal gehört. Zu welchen Fachbereich gehört ihr eigentlich?", "Oh, alle alternativ und eher links, oder?"

Oder es kommt die Reaktion: "Was bedeutet IMIB?" - "Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen. Keuch." Wer hat sich bloß diesen ewig langen Namen ausgedacht? Egal, auf jeden Fall handelt es sich um einen reinen Masterstudiengang, den es in der Form auch nur einmal in Deutschland gibt. "Ihr habts drauf!" stimmt also schon mal. Und viele migrieren weit, um in Osnabrück am renommierten Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (kurz IMIS) studieren zu können – wenn es denn geschafft wurde, angenommen zu werden bei 30 Zulassungen unter 300 Bewerbern. Vom Bodensee bis Berlin, von Aachen bis Erfurt, aber auch aus der Türkei, Russland und über den großen Teich aus Peru haben die IMIBs ihren Weg nach Osnabrück gefunden. Ebenso verschieden wie die Heimat sind die vertretenen Bachelorabschlüsse: Soziale Arbeit, Internationale Beziehungen, Kunstgeschichte, Erziehungs,- Sprach, - Kultur, - Sozialwissenschaften, Psychologie,... – nur von Geschichte ist das zweite Mal in Folge niemand vertreten.

Und so sitzen wir auch in "Historische Migrationsforschung" am planlosesten rum. Im Gegensatz zu "Migration und Sprache" oder "Migration und Bildung", wo der ein oder andere doch etwas zu sagen weiß – und zum Glück werden auch die Texte immer von ein paar Leuten gelesen. Migrationsrecht ist auch ohne Vorwissen sehr interessant – kopfschüttelnde Geschichten, die die deutschen Gerichte zu bieten haben. Und das montags morgens... Montags und freitags Uni zu haben geht eigentlich gar nicht – gut, dass wir ab dem zweiten Semester unsere sechs Veranstaltungen (ja, dafür haben die es in sich!) individueller aussuchen können. Doch bis dahin sind es ja noch einige Monate, die einige von uns für eine Forschungsreise nach Mexiko nutzen, auch Amsterdam ist für eine pflichtmäßige Exkursion geplant – Internationalität im Studium hat schon was.

Und zu den anderen Annahmen über die IMIBs: Links, alternativ – ja doch teilweise zustimmend. Zu den Kursen: Ob wir wollen oder nicht – wir sind dazu verpflichtet, an den uns zugewiesenen Kursen teilzunehmen, weswegen Studenten der Geschichte, Geographie oder angehenden LehrerInnen teilweise nicht zugelassen werden – wir können für die Kursgröße leider nichts. Zu den anderen Zitaten lässt sich sagen: Wir gehören zum Fachbereich Sozialwissenschaften und damit wir am universitätsinternen Leben mehr teilhaben können, bzw. wahrgenommen werden, sind wir nun auch endlich Fachschaft!

Autor: Teresa Garschagen