• Studentenleben Osnabrück
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22.11.2015

Bewusst Abschalten

Der Stress des Alltags und der Uni hat euch wieder? Ihr habt das Gefühl, dass ihr nur von einem Termin zum anderen rennt? Kaum Zeit zum Durchatmen und die Workload ist wie ein riesiger Berg, der sich auf eurem Schreibtisch türmt? Diese Probleme kennen alle Studenten wahrscheinlich nur zu gut. Viele lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen, gehen vielleicht auch ruhigen Gewissens unvorbereitet in die Veranstaltung.


Was ich in den letzten Wochen gelernt habe ist, dass es sehr wichtig ist, bewusst abzuschalten, seinen Körper und Geist bewusst zu entspannen. Seit Kurzem nehme ich an einem Kurs zur Rückengymnastik teil (Ja, man wird älter und der Körper will teilweise nicht mehr so ganz wie man das möchte) und dort nehmen wir uns zum Ende der Sitzung immer die Zeit, ein paar Minuten zu entspannen, Körper und Geist in Einklang zu bringen, alle Körperteile von jeglicher Anspannung zu befreien und einfach mal bewusst abzuschalten. Vorher war es mir nicht bewusst, dass ich mir in meinem Alltag kaum die Zeit nehme, meine Probleme oder Sorgen, alles was mich stresst, hinter mir zu lassen und mir eine Auszeit zu gönnen. Damit meine ich nicht, zum Sport zu gehen (auch, wenn das für manche sicher Abschalten bedeutet) oder sich vom Schreibtisch zu entfernen, sondern sich gedanklich soweit von den Dingen, die euch eigentlich beschäftigen, zu entfernen. Es ist das Gammeln auf Bett oder Sofa bei TV oder Computer oder gar autogenes Training gemeint, sondern geführt bewusstes Chillen – wollen wir es einfach mal so nennen. Dabei tut es so gut, einfach mal an nichts zu denken und sich darüber im Klaren zu werden, wie viel wir unserem Körper und unserem Geist tagtäglich abverlangen und wie wenig wir darauf achten, beides zu pflegen.


Wer keinen Kurs besuchen möchte, der findet auf Youtube zahlreiche Videos zur geführten Meditation, die vielleicht anfangs etwas skurril und witzig erscheinen, aber es kann helfen, Loszulassen und ein wenig zur Ruhe zu kommen. Nehmt euch die Zeit, lasst euch vom Studium nicht zu sehr stressen, denn: Stress bedeutet graue Haare (das darf ich jeden Tag am eigenen Leibe feststellen). Vielleicht habt ihr auch euren ganz eigenen Zugang zum Entspannen. Wenn ja, nutzt ihn und lasst euch nicht zu sehr vom Unistress und der Alltagshetzerei stressen. Nehmt euch die Zeit und schaltet einfach mal für ein paar Minuten oder auch Stunden ab. Was hier auch hilfreich sein kann ist ein so genannter „Digital Detox“ - ganz bewusst auf alle Elektronik verzichten. Wer ganz radikal ist für mehrere Tage, aber seien wir mal ehrlich: das halten wahrscheinlich nur die wenigsten aus. Dennoch, ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein gutes Buch auf dem Sofa bewirken manchmal auch schon kleine Wunder.

In dem Sinne wünsche ich euch einen schönen November, genießt die letzten Sonnenstrahlen!

Autor: Kai