• Studentenleben Osnabrück
  • Studentenleben Osnabrück

30.08.2015

Benehmen in der Bib - Do´s und Don´ts

Passend zur Eröffnung der Bibliothek am Westerberg ein paar Tipps, die euch das Überleben in den heiligen Hallen, zwischen Bücherreihen und Studierenden erleichtert. Ihr werdet fiese blicke eurer Kommilitonen vermeiden und ein lautes „pssssst“ gilt nicht mehr euch.


Eigentlich gibt es nur ein Gebot in die sich alle anderen Überlebenstricks einreihen. Diese goldene Regel heißt LEISE sein! LEISE sein bei allem was du gerade machst oder nicht machst oder nur gedenkst zu tun.
Nur in Bibliotheken herrscht dieses ganz besondere Gefühl der Stille. Obwohl alle Anwesenden beschäftigt sind, oder so tun als ob, wird niemals die gleiche Stimmung wie beim Tor deines Lieblingsvereins ausbrechen. Dafür sorgen alleine schon die meist ganz netten Mitarbeiter am Tresen. Bist du zu laut, wirst du mit einem eiskalten Blick gestraft.
Vom Betreten bis zum Verlassen des Gebäudes musst du alles, aber auch wirklich alles LEISE machen. Ich weiß ich wiederhole mich mantraartig, aber so ist es nun einmal.


1. Bewegen
Bitte Mädels, keine Highheels tragen, jedenfalls nicht an den Füßen! Außer der Boden besteht aus Teppich, das solltest du vorher in Erfahrung bringen. Natürlich ohne Highheels, aber dann bitte auch nicht barfuß! Tu es für die Nasen deiner Kommilitonen, denn du verhinderst damit (auch mit frisch geduschten Füßen!), dass dein Umfeld vergast oder zumindest angeekelt wird. Auch Glöckchen an jeglichen Körperstellen und Kleidungsstücken gehen nicht. Da hilft auch kein Teppich, wenn es sich bei jedem Gang zum Regal anhört als würde „kling Glöckchen klingelingeling“ angestimmt werden. Wenn Du jedoch auch ohne Highheels und Glöckchen auf meterweiter Entfernung zu hören bist, besuche bitte einen Kurs: „wie hebe ich die Füße beim gehen, schlurfe nicht über den Boden und trampel nicht, wie ein wütendes Kind in der Spielwarenabteilung“. Auch Deine Eltern werden es Dir danken.


2. Energieaufnahme
Energie fürs Hirn muss sein. keine Frage. Am besten ernährt ihr euch in diesen Stunden von Püriertem. Außer ihr schlürft oder schmatzt, dann ist euch jegliche Energieaufnahme verwehrt. Auf gar keinen Fall solltet ihr in Tüten rascheln oder eine Dose verwenden, die bei jeder Benutzung den Raum erschüttert.
Der Spruch: „Warum furzet und rülpset ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?“ (Martin Luther) gilt nicht in diesen Hallen. Klar was raus muss, muss raus. Aber nicht hier und jetzt! Denn hier gibt es nur die Devise was rein muss, muss rein und das am Besten schnell. Es freut mich wirklich wenn es euch geschmeckt hat, doch behaltet dies bitte für euch.

Ein kleines Video zur Verdeutlichung.

 
3. Emotionen runterschlucken
Wenn ihr euren „Lieblingsmenschen“ seht, euch einfach nur so freut oder ärgert schluckt bitte eure, euch und uns so wichtigen, Emotionen einfach runter und schreit nicht durch den gesamten Raum. Schließlich lässt es sich auch LEISE „Moin“ sagen. Und noch eins, es ist wie im Kino. Handy LEISE schalten. Es Interessiert keinen ob ihr angerufen werdet oder wie viele Nachrichten ihr erhaltet.


4. Aggressionen raus lassen
Verständlich! Irgendwie müssen die Denkblockaden überwunden werden. Aber aggressives in eure Tasten hämmern, mit dem „Kulli“ klicken oder mit euren Fingernägel auf den Tisch trommeln, als wolltet ihr in einer Musikakademie vorspielen ist nicht angebracht.


5. Entspannung
Tief Ein- und Ausatmen schön und gut, aber doch bitte nicht so als seid ihr zum aggressiven Bullen mutiert. Auch Yogaübungen solltet ihr besser zu Hause oder in der hintersten Ecke, wo euch wirklich niemand sehen kann, ausüben. Ansonsten kann es passieren, dass ein Lachmöwenkonzert der anderen die Ruhe stört. Die Musik dazu bitte nur für die eigenen Ohren spielen und nicht so, dass die anderen „im Zug nach Osnabrück“ mitsingen können.

Probiert es aus. Es ist ganz leicht. Viel Spaß beim LEISE sein.
Und im Notfall für alle Anderen: Ohropax sind eine ganz wunderbare Erfindung.

Autor: Laura F.