• Studentenleben Osnabrück
  • Studentenleben Osnabrück

08.10.2016

Am nächsten Morgen

Es ist wieder soweit. Die Zeit im Jahr bricht an, in der die Leber vieler Erstis auf eine harte Probe gestellt wird. Heute Abend wird, wie in den nächsten Wochen auch, mit neuen Freunden und Studikollegen das ein oder andere Bierchen getrunken. Es ist Ersti-Zeit! Eine Feier jagt die nächste, und damit ihr den Überblick nicht verliert, werden wir euch die wichtigsten Termine der Erstiwoche (17. - 23.10) noch in einem weiteren Beitrag auflisten - ihr könnt gespannt sein!

Aber zurück zum Thema: Alkohol, das flüssige Gold, das deine Sinne benebelt und deine Nerven betäubt, wird heute deine häufig viel zu trockene Kehle befeuchten. Der Rausch verzaubert deinen Abend, du schenkst dir immer wieder reichlich ein und nach einer wild durchfeierten Nacht fällst du mehr oder weniger elegant in den frühen Morgenstunden glücklich in dein Bett.

Du wachst auf. Heiße Sonnenstrahlen scheinen von draußen herein, blenden dich und erhitzen dein Zimmer. Deine verklebten, vertrockneten Augenlieder öffnen sich mit Mühe und erkennen zunächst nur grelle Umrisse. Langsam richtet sich dein sich noch schwer und betäubt anfühlender Körper auf. Die Klamotten sind noch am Leib, die werden zunächst ungeschickt von dir abgestreift. Du lässt dich wieder ins Bett sinken. Dein Mund ist trockener als die Atacamawüste und du schaust innerlich betend nach rechts zu deinem Nachtschränkchen. Glück gehabt, ein halb volles Glas Wasser verschafft dir für einen Moment Erfrischung. Doch schon einige Augenblicke später ist deine Mundhöhle wieder unangenehm staubig. Noch bietet dir der Restbestand des Alkohols in deinem Körper einen gnädigen Schutz und lässt dich leicht betäubt fühlen. Nach spätestens einer Stunde jedoch befindest du dich gefangen in der Ruine deines energielosen Körpers. Kopfdröhnen, ein flauer Magen verbunden mit Übelkeit, ständiger Durst und Schweißausbrüche begleiten dich den restlichen Tag und lassen dich bestimmt 3 Mal schwören, das nächste Mal nicht mehr so viel zu trinken.

 

Herrje, wer verabscheut ihn nicht, den allseits gefürchteten Kater am Tag darauf, aber warum eigentlich Kater?

Der Begriff „Kater“ im Sinne von „einen Kater haben“ hat sich aus dem Wort Katarrh entwickelt. Katarrh nennt man eine Schleimhautentzündung. Die Folgen des Alkoholrausches und die Symptome eines Katarrhs ähneln sich, sodass man damals auch sagte:“ Ich habe einen Katarrh“, wenn man am Vortag zu tief ins Glas geschaut hatte. Im Laufe der Zeit entstand aufgrund der volkstümlichen Aussprache daraus der heutige für Höllenqualen stehende Begriff „Kater“.

 

Die Frage, die ich mir schon so oft gestellt habe, nämlich ob es ein wirksames Heilmittel gibt, muss ich von meinem Wissensstand aus leider verneinen. Doch Linderung ist möglich und wie genau erklären wir euch in unserem Artikel „Der Tag danach“.

In diesem Sinne: Macht jede Feier zu einer guten Feier, damit sich der Kater wenigstens bezahlt macht ;).

Wir wünschen viel Spaß in der Ersti-Woche!

 

Autor: Micha